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Systemtheorie

Die Systemtheorie der dritten Generation ist eine Metawissenschaft, die uns erlaubt, komplexe psychische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu beschreiben und in ihrer Eigenlogik zu verstehen. Sie fokussiert auf die den Zusammenhängen zu Grunde liegenden Primärprozesse, Operationen und Funktionsprinzipien, gemäß den kybernetischen Wurzeln Heinz von Foersters: „Du verstehst einen Bauchnabel nicht, wenn Du draufschaust, sondern Du musst versuchen herauszufinden, wie er zustande kommt."

Die Systemtheorie blickt hinter die Kulissen komplexer Zusammenhänge und macht diese beschreibbar.

Der systemtheoretisch geschulte Beobachter bedient sich eines multifaktoriellen Erklärungsdesigns und gibt sich mit realitätsfernen einfachen Ursache-Wirkungsbeziehungen nicht zufrieden. Er schließt sich selbst bei seinen Beschreibungsversuchen nicht aus, sondern denkt sich als 'irritierendes' Element mit. Somit gelten die angefertigten Beschreibungen immer auch für ihn selbst, als Teil des Gesellschafts- und Wirtschaftssystems, innerhalb dessen er sich bewegt.

Die aktuelle Organisations- und Managementforschung beginnt immer mehr, diesen selbtsreferenziellen, operativen und konstruktivistisch ausgerichteten Theoriezugang für sich zu entdecken und fruchtbar in die Praxis zu übertragen.
 

Der systemtheoretisch geschulte Beobachter gibt sich mit realitätsfernen einfachen Ursache-Wirkungs-Beziehungen nicht zufrieden.